⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 08.06.2026
Im Jahr 2025 wurden im europäischen Finanzsektor alarmierende 3.386 ICT-Vorfälle registriert, wobei ein Drittel dieser Vorfälle externe Ursachen hatte. Diese Zahlen werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen der Cyber-Sicherheit in der Branche.
- 3.386 ICT-Vorfälle im Finanzsektor 2025.
- Ein Drittel der Vorfälle hatte externe Ursachen.
- Die Branche muss ihre Sicherheitsstrategien überdenken.
Im Jahr 2025 wurden im europäischen Finanzsektor alarmierende 3.386 ICT-Vorfälle registriert, wobei ein Drittel dieser Vorfälle externe Ursachen hatte. Diese Zahlen werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen der Cyber-Sicherheit in der Branche. Die europäischen Finanzaufsichtsbehörden haben ihren ersten umfassenden Bericht zur digitalen Stabilität der Branche veröffentlicht, der die alarmierenden Erkenntnisse dokumentiert.
Was sind ICT-Vorfälle?

ICT-Vorfälle beziehen sich auf schwerwiegende Störungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie, die den Betrieb von Unternehmen erheblich beeinträchtigen können. Diese Vorfälle können sowohl durch interne Fehler als auch durch externe Angriffe verursacht werden. Im Finanzsektor sind solche Vorfälle besonders kritisch, da sie nicht nur die betroffenen Unternehmen, sondern auch die gesamte Marktstabilität gefährden können.
Die 3.386 registrierten Vorfälle im Jahr 2025 sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Branche vor erheblichen Herausforderungen steht. Besonders besorgniserregend ist, dass ein Drittel dieser Vorfälle externe Ursachen hatte, was auf eine zunehmende Bedrohung durch Cyberangriffe und andere externe Faktoren hinweist.
Die Hauptursachen für ICT-Vorfälle
Überraschenderweise waren nur 10 Prozent der gemeldeten Vorfälle tatsächlich Cyberangriffe. Die Hauptursachen für die Störungen waren Systemausfälle und externe Ereignisse. Diese Erkenntnis zeigt, dass die Branche nicht nur gegen Cyberangriffe gewappnet sein muss, sondern auch ihre internen Systeme und Prozesse optimieren sollte, um Ausfälle zu vermeiden.
Ein Drittel der Vorfälle hatte grenzüberschreitende Auswirkungen, was die Stabilität des gesamten europäischen Marktes gefährdete. Diese Zahlen verdeutlichen die Notwendigkeit eines robusten Risikomanagements und einer verbesserten Resilienz gegenüber externen Bedrohungen.
Die Rolle der Aufsichtsbehörden
- Anzahl der ICT-Vorfälle: 3.386
- Anteil externer Vorfälle: ein Drittel
- Jahr: 2025
Die europäischen Finanzaufsichtsbehörden, darunter die EBA, EIOPA und ESMA, haben die alarmierenden Zahlen in ihrem Bericht dokumentiert und fordern eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Finanzinstituten. Die Einführung des Digital Operational Resilience Act (DORA) im Januar 2025 soll dazu beitragen, die digitale Resilienz der Finanzbranche zu stärken.
Die EZB hat angekündigt, dass sie „Dear CEO“-Briefe an die Führungsetagen der Banken verschicken wird, um einen strategischen, managementgetriebenen Ansatz für KI-Risiken zu fordern. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die Cyber-Sicherheit in der Branche zu verbessern und die Abhängigkeit von Drittanbietern zu reduzieren.
Strategien zur Verbesserung der Cyber-Sicherheit
Um die Cyber-Sicherheit im Finanzsektor zu verbessern, müssen Banken und Finanzinstitute eine Vielzahl von Strategien umsetzen. Dazu gehört die Implementierung von Null-Vertrauens-Architekturen, die sicherstellen, dass alle Zugriffe auf Systeme und Daten kontinuierlich überprüft werden. Diese Architektur reduziert das Risiko von unbefugtem Zugriff und erhöht die allgemeine Sicherheit.
Zusätzlich sollten kontinuierliche Schulungen für Mitarbeiter durchgeführt werden, um das Bewusstsein für Cyber-Bedrohungen zu schärfen und die Reaktionsfähigkeit auf Vorfälle zu verbessern. Die Zusammenarbeit mit externen Sicherheitsanbietern kann ebenfalls dazu beitragen, Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben.
Die Bedeutung von Daten und Analysen
Die Nutzung von Daten und Analysen spielt eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung der Cyber-Sicherheit im Finanzsektor. Durch die Analyse von Vorfällen und Bedrohungen können Unternehmen Muster erkennen und proaktive Maßnahmen ergreifen, um zukünftige Vorfälle zu verhindern. Die Implementierung von KI-gestützten Sicherheitslösungen kann dabei helfen, Bedrohungen in Echtzeit zu identifizieren und darauf zu reagieren.
Die kontinuierliche Überwachung von Systemen und Netzwerken ist unerlässlich, um potenzielle Sicherheitslücken frühzeitig zu erkennen. Unternehmen sollten auch sicherstellen, dass sie über aktuelle Sicherheitsrichtlinien und -verfahren verfügen, um auf neue Bedrohungen reagieren zu können.
Fazit

Die alarmierenden Zahlen zu den ICT-Vorfällen im Finanzsektor im Jahr 2025 verdeutlichen die dringende Notwendigkeit, die Cyber-Sicherheit in der Branche zu verbessern. Mit 3.386 registrierten Vorfällen, von denen ein Drittel externe Ursachen hatte, müssen Banken und Finanzinstitute ihre Strategien überdenken und anpassen. Die Einführung des DORA und die Forderungen der Aufsichtsbehörden nach einem strategischen Ansatz für KI-Risiken sind Schritte in die richtige Richtung, um die digitale Resilienz der Branche zu stärken.
Häufige Fragen
Was sind ICT-Vorfälle?
Wie viele ICT-Vorfälle gab es 2025?
Was waren die Hauptursachen für diese Vorfälle?
Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um die Sicherheit zu erhöhen?
Wie kann ich mich als Verbraucher schützen?
Quellen: Google News
Symbolbild: Cybersecurity im Finanzsektor · Foto: Markus Winkler / Pexels

