⏱ 5 Min. Lesezeit · Stand: 09.06.2026
Electronic Arts hat das geplante Reboot von 'Star Wars: The Old Republic' aufgrund der hohen Entwicklungskosten des ursprünglichen Spiels gestoppt.
- EA stoppte das Reboot von SWTOR.
- Das Projekt hätte 300 Millionen Dollar kosten können.
- Das Reboot sollte die Geschichte und Rollenspiel-Elemente verbessern.
Electronic Arts (EA) hat kürzlich das geplante Reboot von ‚Star Wars: The Old Republic‘ (SWTOR) gestoppt, was bei vielen Fans und Entwicklern für Enttäuschung sorgt. Der Grund für diese Entscheidung liegt in den enormen Entwicklungskosten, die EA beim ursprünglichen Launch von SWTOR in Höhe von 300 Millionen Dollar in Erinnerung hat. Diese finanziellen Bedenken führten dazu, dass das ambitionierte Projekt, das die MMO-Ausrichtung von SWTOR grundlegend verändern sollte, nicht weiterverfolgt wurde.
Was war das geplante Reboot von KOTOR Online?

Das Reboot, das intern den Titel ‚Star Wars: The New Republic‘ tragen sollte, war eine Vision von James Ohlen, einem ehemaligen BioWare-Veteranen. Ohlen hatte die Idee, das MMORPG grundlegend zu überarbeiten und es näher an die beliebten ‚Star Wars: Knights of the Old Republic‘-Spiele heranzuführen. Ziel war es, die Probleme des ursprünglichen Releases zu korrigieren und eine stärkere Story- und Rollenspielausrichtung zu schaffen. Ohlen selbst bezeichnete SWTOR als zu stark auf die Standards anderer MMOs ausgerichtet, was die narrative Tiefe und das Rollenspielerlebnis beeinträchtigte.
Das geplante Reboot hätte eine fokussierte, 60 Stunden lange Story-Kampagne bieten sollen, die den Spielern ein intensiveres und immersiveres Erlebnis ermöglichen würde. Ohlen hatte bereits ein Design-Dokument, Präsentationen und sogar einen Konzept-Trailer erstellt, um seine Vision zu präsentieren. Die Idee fand zunächst großen Anklang bei Lucasfilm und Teilen des EA-Managements, was Hoffnung auf eine Umsetzung weckte.
Warum wurde das Reboot gestoppt?
Trotz der anfänglichen Unterstützung scheiterte das Projekt letztlich an den finanziellen Bedenken der EA-Führung. Die Erinnerung an die hohen Kosten des ursprünglichen SWTOR-Launches, die sich auf 300 Millionen Dollar beliefen, führte zu einer ablehnenden Haltung gegenüber dem Reboot. EA befürchtete, dass ein weiteres großes finanzielles Risiko nicht tragbar wäre, insbesondere angesichts der bereits getätigten Investitionen.
Ohlen erklärte, dass die EA-Führung sich fragte: ‚Warum zum Teufel sollten wir noch einen Haufen mehr ausgeben?‘ Diese Skepsis führte dazu, dass das Reboot nicht genehmigt wurde, was für Ohlen den Anfang seines Abschieds von BioWare markierte. Nach über zwei Jahrzehnten im Unternehmen verließ er 2018 das Studio.
Die Unterstützung von Lucasfilm
- EA stoppte das Reboot von Star Wars: The Old Republic.
- Entwicklungskosten des ursprünglichen SWTOR: 300 Millionen Dollar.
- Das geplante Reboot sollte den Titel 'Star Wars: The New Republic' tragen.
Besonders bemerkenswert ist, dass das Projekt nicht nur von EA, sondern auch von Lucasfilm unterstützt wurde. Kathleen Kennedy, die Präsidentin von Lucasfilm, zeigte Interesse an dem Reboot und es fanden sogar Gespräche mit Dave Filoni über mögliche Verbindungen zu anderen Star-Wars-Projekten statt. Dies zeigt, dass die Idee eines Reboots nicht nur von den Entwicklern, sondern auch von den Machern des Star-Wars-Universums als vielversprechend angesehen wurde.
Die Unterstützung von Lucasfilm hätte dem Reboot zusätzliche Glaubwürdigkeit verliehen und möglicherweise dazu beigetragen, die Bedenken von EA zu zerstreuen. Dennoch war die Angst vor weiteren finanziellen Verlusten letztlich entscheidend für die Entscheidung, das Projekt zu stoppen.
Die Auswirkungen auf die SWTOR-Community
Die Entscheidung von EA, das Reboot zu stoppen, hat auch Auswirkungen auf die SWTOR-Community. Viele Spieler fragen sich nun, wie das Spiel heute aussehen würde, wenn das ambitionierte Reboot tatsächlich umgesetzt worden wäre. SWTOR hat trotz seiner anfänglichen Schwierigkeiten eine treue Fanbasis aufgebaut und wird weiterhin von Broadsword Online Games betreut.
Die Community ist gespalten: Einige Spieler sind mit dem aktuellen Zustand des Spiels zufrieden, während andere sich nach einer umfassenden Neuausrichtung sehnen, die die Stärken der KOTOR-Spiele wieder aufleben lassen könnte. Die Diskussion über die Zukunft von SWTOR und die Möglichkeit eines Reboots wird in den Foren und sozialen Medien weiterhin lebhaft geführt.
Die Zukunft von BioWare und SWTOR
Während BioWare sich derzeit auf die Entwicklung eines neuen Mass Effect konzentriert, bleibt die Zukunft von SWTOR ungewiss. Die Entscheidung, das Reboot zu stoppen, hat die Diskussion über die Richtung, in die sich das Spiel entwickeln sollte, neu entfacht. BioWare hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie in der Lage sind, fesselnde Geschichten zu erzählen und immersive Welten zu schaffen, was die Fans hoffen lässt, dass zukünftige Projekte in der Lage sein werden, die Erwartungen zu erfüllen.
Die Möglichkeit eines neuen Star-Wars-MMORPGs bleibt bestehen, insbesondere angesichts des wachsenden Interesses an Online-Rollenspielen. Die Fans sind gespannt, ob EA und BioWare in der Zukunft eine neue Chance sehen werden, die KOTOR-Visionen in einem neuen Licht zu präsentieren.
Fazit

Die Entscheidung von EA, das geplante Reboot von KOTOR Online zu stoppen, zeigt die Herausforderungen, die mit der Entwicklung großer Spiele verbunden sind. Die hohen Kosten des ursprünglichen SWTOR-Launches haben die Führungsetage von EA veranlasst, das Risiko eines weiteren großen Projekts abzulehnen. Während die Unterstützung von Lucasfilm und die Vision von James Ohlen vielversprechend waren, blieb das Projekt letztlich an finanziellen Bedenken hängen. Die Zukunft von SWTOR und die Möglichkeit eines Reboots bleiben ungewiss, während die Community weiterhin auf eine Neuausrichtung hofft.
Häufige Fragen
Was war das geplante Reboot von KOTOR Online?
Warum wurde das Reboot gestoppt?
Wer war an dem Reboot beteiligt?
Wie hätte das Reboot SWTOR verändert?
Was ist der aktuelle Stand von SWTOR?
Quellen: Google News
Symbolbild: EA stoppte KOTOR Online Reboot · Foto: Owen.outdoors / Pexels

