⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 07.06.2026
Der American Reserve Modernization Act of 2026 (ARMA) wurde am 21. Mai 2026 vorgestellt und sieht die Schaffung einer strategischen Bitcoin-Reserve vor, verzichtet jedoch auf das vorherige Ziel von 1 Million BTC Käufen.
- ARMA Act verpflichtet zur Schaffung einer strategischen Bitcoin-Reserve.
- Verzicht auf verbindliche Käufe soll politische Erfolgschancen erhöhen.
- Mindesthaltedauer für Bitcoin in der Reserve beträgt 20 Jahre.
Am 21. Mai 2026 wurde der American Reserve Modernization Act of 2026 (ARMA) vorgestellt, ein bedeutender Schritt in der Regulierung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen in den USA. Der Gesetzentwurf sieht die Schaffung einer strategischen Bitcoin-Reserve unter der Verwaltung des US-Finanzministeriums vor. Ein zentraler Punkt des ARMA Act ist der Verzicht auf das vorherige Ziel, eine Million Bitcoin zu kaufen, was die politische Durchsetzbarkeit des Gesetzes erhöhen soll.
Was ist der ARMA Act?

Der ARMA Act ist ein neuer Gesetzentwurf, der die gesetzliche Grundlage für eine strategische Bitcoin-Reserve in den USA schaffen soll. Der Gesetzentwurf wurde von dem republikanischen Kongressabgeordneten Nick Begich und 21 weiteren Abgeordneten eingebracht. Ziel ist es, die Bitcoin-Bestände des Staates langfristig und transparent zu verwalten, ohne dabei die Haushaltslage zu belasten. Der Gesetzestext wurde am 5. Juni 2026 veröffentlicht und zeigt, dass der ARMA Act in mehreren Punkten von seinem Vorgänger, dem Bitcoin Act of 2025, abweicht.
Wesentliche Änderungen im Vergleich zum Bitcoin Act
Eine der größten Änderungen im ARMA Act ist der Verzicht auf das verbindliche Kaufmandat von einer Million Bitcoin. Während der Bitcoin Act von 2025 vorsah, dass die Regierung über fünf Jahre hinweg jährlich bis zu 200.000 BTC erwerben sollte, verpflichtet der ARMA Act die Regierung lediglich dazu, die Möglichkeiten zur Aufstockung der Bitcoin-Reserve zu prüfen. Diese Entscheidung wurde getroffen, um die Erfolgschancen des Gesetzes zu erhöhen und um politischen Widerstand zu minimieren.
Zusätzlich verpflichtet der ARMA Act den US-Finanzminister, innerhalb von 180 Tagen nach Inkrafttreten ein Konzept für die langfristige und sichere Verwahrung der Bitcoin-Reserve zu entwickeln. Dies soll sicherstellen, dass die Bestände transparent und verantwortungsvoll verwaltet werden.
Finanzierung und Verwaltung der Bitcoin-Reserve
- Gesetzesentwurf: American Reserve Modernization Act of 2026 (ARMA)
- Einführung: 21. Mai 2026
- Verzicht auf verbindliche Bitcoin-Käufe in Höhe von 1 Million BTC
- Mindesthaltedauer für Bitcoin: 20 Jahre
- Finanzminister muss Konzept für Bitcoin-Reserve innerhalb von 180 Tagen ausarbeiten
Die Bitcoin-Reserve wird nicht durch Käufe auf dem offenen Markt finanziert, sondern durch beschlagnahmte Vermögenswerte und andere rechtmäßige Regierungsmaßnahmen. Dies bedeutet, dass die Regierung keine Steuergelder für den Erwerb von Bitcoin verwenden wird. Stattdessen wird die Reserve durch Vermögenswerte gefüllt, die im Rahmen von rechtlichen Verfahren beschlagnahmt wurden. Dies könnte auch dazu beitragen, die öffentliche Akzeptanz des Gesetzes zu erhöhen, da es als haushaltsneutral angesehen wird.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Mindesthaltedauer für die Bitcoin in der Reserve. Diese beträgt 20 Jahre, was bedeutet, dass die Regierung die Bitcoin nicht verkaufen oder anderweitig veräußern kann, bevor diese Frist abgelaufen ist. Dies soll sicherstellen, dass die Bitcoin als strategisches Asset erhalten bleiben und nicht für kurzfristige finanzielle Lösungen verwendet werden.
Transparenz und Berichtspflichten
Der ARMA Act sieht auch vor, dass der Finanzminister ein transparentes Proof-of-Reserve-System einrichtet. Dies bedeutet, dass vierteljährliche Berichte veröffentlicht werden müssen, die sämtliche Bestände und Transaktionen offenlegen. Zudem wird kryptografisch nachgewiesen, dass die privaten Schlüssel der staatlichen Wallets tatsächlich kontrolliert werden. Diese Maßnahmen sollen das Vertrauen in die Verwaltung der Bitcoin-Reserve stärken und sicherstellen, dass die Regierung verantwortungsvoll mit den digitalen Vermögenswerten umgeht.
Die Behörden sind zudem verpflichtet, ihre Bitcoin- und Krypto-Bestände innerhalb von 60 Tagen nach Inkrafttreten des Gesetzes vollständig zu melden und während der Übergangsphase sicher zu verwahren. Eine Veräußertung oder Belastung der Assets ist in dieser Zeit nur aus Gründen der nationalen Sicherheit oder auf richterliche Anordnung zulässig.
Politische Relevanz und Ausblick
Die Einführung des ARMA Act könnte einen Wendepunkt in der US-Politik im Umgang mit Kryptowährungen darstellen. Indem die Regierung eine formelle Bitcoin-Reserve schafft, könnte sie sich als Vorreiter in der Regulierung digitaler Vermögenswerte positionieren. Dies könnte auch andere Länder dazu anregen, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen und Bitcoin als strategisches Asset zu betrachten.
Allerdings bleibt abzuwarten, ob der ARMA Act tatsächlich verabschiedet wird. Der Gesetzentwurf muss nun in den Ausschüssen beraten und anschließend im Kongress abgestimmt werden. Die politische Landschaft in den USA ist oft unberechenbar, und es ist unklar, ob der ARMA Act die notwendige Unterstützung erhalten wird, um in Kraft zu treten.
Fazit

Der American Reserve Modernization Act of 2026 stellt einen bedeutenden Schritt in der Regulierung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen in den USA dar. Durch den Verzicht auf das verbindliche Kaufmandat von einer Million BTC und die Schaffung einer transparenten Bitcoin-Reserve könnte die US-Regierung ihre Position im globalen Kryptowährungsmarkt stärken. Ob der Gesetzentwurf jedoch tatsächlich verabschiedet wird, bleibt abzuwarten.
Häufige Fragen
Was ist der ARMA Act?
Warum wurde auf das 1-Million-BTC-Kaufmandat verzichtet?
Wie lange müssen die Bitcoin in der Reserve gehalten werden?
Wie wird die Bitcoin-Reserve finanziert?
Was sind die nächsten Schritte für den ARMA Act?
Quellen: Google News
Symbolbild: Bitcoin und der ARMA Act im Fokus · Foto: RDNE Stock project / Pexels

